Melbourne und Heimflug

Donnerstag, 04.05.2017

Auch wenn wir in der letzten Nacht endlich mal wieder im Hostel geschlafen hatten, waren wir beide doch sehr ruhelos. Ich war einfach zu nervös zum Schlafen, da mir alle Dinge durch den Kopf gingen, die wir vor unserem Abflug noch machen mussten und Kim fror genauso doll wie im Zelt. Wir standen um 6.30 Uhr auf, packten die restlichen Sachen zusammen und erkundigten uns wie viel eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die City kosten würde. Wir wussten, dass Parkhäuser sehr teuer waren, aber es stellte sich heraus, dass auch die Tickets für Bus und Bahn einiges kosteten. Etwas unschlüssig fuhren wir dann erst mal mit Lucy in die Waschanlage, wo sie von außen und innen sauber gemacht wurde. Zum Glück fanden wir dann einen günstigen Parkplatz am Straßenrand und hetzten dann in die Innenstadt, da wir noch rechtzeitig zur Führung kommen wollten, die um 10.30 Uhr begann. Diese war wieder sehr informativ und Melbourne ist mit seinem vielen Cafés und Restaurants auch echt hübsch, aber Sydney hat mir mit dem Opera House und der Harbour Bridge einfach besser gefallen. Nach einem Mittagessen in der Sonne und mit Blick auf die Skyline, fuhren wir noch tanken und zur Jucy-Filiale, nahe des Flughafens, um die kleine Lucy abzugeben. Wir fuhren über eine Stunde vor Abgabezeit los, kamen aber dennoch zu spät, da so viel Verkehr war, dass der ganze Verkehr stockte. Zum Glück war die Mitarbeiterin sehr freundlich, checkte Lucys Zustand kurz und entschied, dass alles in Ordnung war. Mit einem Shuttle wurden wir dann die restlichen Kilometer zum Flughafen gebracht. Eigentlich dachten wir, dass wir dort viel Zeit hätten, da unser Flug erst um 21.35 Uhr gehen sollte, aber irgendwie verflog die Zeit dann doch und wir saßen schneller als gedacht im Flugzeug. Auch die beiden Flüge waren dann problemlos und vergingen glücklicherweise recht schnell. Pünktlich kamen wir am Hamburger Flughafen an und als wir unser Gepäck hatten, konnten wir endlich unsere Familien wieder in die Arme schließen und nach Hause fahren.

 

Die Hochs und Tiefs der Great Ocean Road

Dienstag, 02.05.2017

Nach dem ersten Tag auf der Great Ocean Road (wir fuhren von Torquay bis zum Cape Otway) waren wir doch sehr enttäuscht. So hatten wir uns die Besichtigung der Great Ocean Road nicht vorgestellt. Es regnete ständig, sodass wir gar nichts von der Landschaft sahen und wenn doch, dann haute uns das Gesehene auch nicht gerade vom Hocker. Die Temperaturen waren mit 11°C auch echt gruselig. Da freute man sich doch auf eine Nacht im Zelt. Immerhin haben wir heute zum ersten Mal wildlebende Koalas gesehen. Uns wurde im I-Site empfohlen ins Örtchen Kennett River in die Grey River Rd zu fahren und in den Bäumen nach Koalas zu schauen. Und tatsächlich – da hockten sie! Richtig süß! Auch wenn sie die meiste Zeit nur geschlafen haben. Zudem sahen wir auf dem Weg zum Lighthouse am Split Point einen Kurzschnabeligel.

Immerhin wurde unser zweiter Tag auf der Great Ocean Road besser, was an zwei Dingen lag: Besseres Wetter und schönere Sehenswürdigkeiten. Auf diesem Stück der Road kamen die ganzen Hauptattraktionen wie die Zwölf Apostel, The Grotto, The Arch, The London Bridge usw. An sich ähnelten sie sich, da alle aus gestuften, sandfarbenen Felsen bestanden, aber dennoch hatten sie alle ihre eigene Besonderheit. Durch die Sonne wurden zum Glück auch unsere Fotos ganz hübsch. Leider wurden dadurch aber auch viele andere Touristen angelockt und so war es ganz schön voll. Morgens waren wir noch etwas auf dem Great Ocean Walk spazieren gegangen, der ein Great Walk ist und von dem wir hübsche Sichten auf die Küste hatten. Abends hatten wir dann 7°C. Nah ja...wir trösteten uns damit, dass es die letzte Nacht im Zelt war.

Zwölf Apostel Zwölf Apostel Great Ocean Walk The Arch London Bridge Am Strand der Gibson Steps The Grotto Letzte Nacht im Zelt

 

Wilsons Promontory und Phillip Island

Sonntag, 30.04.2017

Am Samstag waren wir in Wilsons Promontory. Nach kurzer Fahrt im Nationalpark stießen wir auf zwei wilde Emus, die friedlich auf einer Wiese nach Fressen suchten. Sofort wurde das Handy gezückt und wir schossen ein paar Bilder von den einzigartigen, aber echt hässlichen Vögeln. Danach ging es weiter nach Tidal River, dem einzigen Fleckchen im NP, das von Menschen bewohnt ist. Dort erkundigten wir uns nach Walks und entschieden uns für einen Rundweg, der uns zum Squeaky Beach führte, welcher eine echte Wucht war! Neben dem grünen Busch ragten überall große, glatte, rötlich gefärbte Felsen hervor und im Meer gab es mehrere Inseln. Unseren Weg beendeten wir mit einem Boardwalk, auf dem wir auf ein Wombat trafen. Das sind ja pelzige, dicke Dinger! Ich war sofort total entzückt. Der Kleine hatte auch gar keine Angst vor uns und graste einfach weiter. Die Suche nach einem Campingplatz wurde dann zu einem kleinen Abenteuer. Wir wollten ursprünglich auf einem kostenlosen, aber als wir ankamen, war niemand sonst dort und wir hatten doch etwas Angst alleine zu campen. So mussten wir noch 40 Minuten bis zum nächsten Holiday Park fahren, den wir dann nicht fanden. Schließlich fanden wir einen anderen, aber die Rezeption hatte bereits geschlossen. Richtig spitze! So fuhren wir weiter und suchten und suchten, fanden aber nichts passendes, weswegen wir dann doch zu dem mit der geschlossenen Rezeption zurückfuhren mit der Hoffnung, dass uns vielleicht jemand beim Klingeln aufmachen würde. Das geschah zum Glück auch und so hatte wir eine Bleibe für die Nacht.

Wombat

Am Tag danach ging es auf einer kurzen Fahrt von 20 Minuten (sonst mussten wir immer mehr als drei Stunden fahren) zur Phillip Island, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Zunächst waren wir etwas enttäuscht vom Aussehen der Insel, da sie überhaupt nicht naturbelassen aussah. Bei unserem ersten Walk bei den „Nobbies“, einer rauen Felsenküste, an der gelegentlich Robben rasten (war bei uns nicht der Fall), war es zudem mega kalt, sodass wir das Gefühl hatten an der Ostsee im Winter zu sein. Brrrr! Wir bestaunten die Kraft mit der die Wellen an den Felsen brachen aber ansonsten gab es auch nicht viel mehr zu sehen. Unser zweiter Walk an dem Cape war da schon deutlich schöner. Es gab dort mehrere Felsenformationen, die beeindruckend aussahen und durch die leichte Steigung wurde uns auch schnell wärmer. Richtig abenteuerlich wurde es dann auf dem letzten Stück. Bewegungsfreudig wie wir sind, wollten wir die längere der beiden Optionen gehen. Leider hatte uns niemand gesagt, dass der Weg am Strand bei Flut zu einem Problem werden könnte. Erst konnten wir noch ein Stück mit unseren Wanderstiefeln gehen, dann kam das Wasser aber zu nahe und wir mussten unsere Schuhe ausziehen. Manch einer denkt sich jetzt wahrscheinlich: „So schlimm ist das doch gar nicht“. Dann kam aber erst der richtige Knüller. Durch umgefallene Bäume mussten wir weiter ins Wasser hinein, da diese den Weg versperrten. Im Sand sackte man aber stark ein, sodass unsere Kleidung plitschnass geworden wäre, wenn wir weitergegangen wären. Da wir beide keine Lust hatten umzukehren und das Wasser auch an den anderen Stellen schon höher gekommen war, überlegten wir was wir nun tun sollten. Es blieb aber nur ein Weg: Die steilen Dünen hochklettern um dem Wasser und den umgefallenen Bäumen auszuweichen und sich dann durch den australischen Busch (bloß nicht an die Spinnen und Schlangen denken) schlagen, bis es auch dort nicht weiterging. Allmählich wurden wir etwas verzweifelt. Was, wenn wir den Weg nicht fänden? Und wenn wir ihn fänden, wie lange würde das dauern? So kraxelten wir die Dünen wieder hinunter und gingen dann doch durch das Wasser. Glücklicherweise war an den Stellen der Sand nicht mehr so tief und wir kamen einigermaßen trocken durch und fanden schnell den Weg, der zum Parkplatz zurückführte. Puhh...nicht nur Kiwiland hält einige Abenteuer parat.

The Nobbies The Pinnacles

The Blue Mountains are calling

Freitag, 28.04.2017

Am Tag nach Sydney waren wir im Blue Mountains Nationalpark. Zunächst war ich nicht so motiviert, da mir der Abschied von Sydney schwer fiel und ich noch gerne ein, zwei Tage länger dort verbracht hätte. Schnell begeisterten mich dann aber die Blue Mountains mit ihrer Schönheit! Da wir nur einen Tag Zeit hatten, wollten wir natürlich die Hauptsehenswürdigkeiten besichtigen. Unser erster Stopp war in Wentworth Falls, wo wir eine Wanderung zu den gleichnamigen Wasserfällen unternahmen. Die Sichten waren schön und die Falls beeindruckend, aber es war so voll, dass wir uns zwischenzeitlich in Kolonnen vorwärts bewegen mussten. Kims und meine Planung war auch mal wieder grandios, denn an diesem Tag war der ANZAC-Day, ein australischer sowie neuseeländischer Feiertag, und viele Leute aus Sydney machten einen Ausflug in den Nationalpark.

Wentworth Falls

Nach einem Mittagessen am Straßenrand (wir kamen und mal wieder vor wie Obdachlose) schauten wie uns die Three Sisters in Katoomba an, eines der wichtigsten Heiligtümer der Aborigines. Allerdings haben mich diese drei Felsen jetzt nicht so umgehauen. Lag vielleicht auch am regnerischen Wetter.

Three Sisters

Als letztes fuhren wir dann noch nach Blackheath, wo wir eine schöne Wanderung von einem zum anderen Lookout entlang der Klippen machten. 

Blue Mountains

In den Tagen danach bis heute haben wir auch wieder viel gesehen. Wir waren hauptsächlich in Nationalparks (Royal NP, Jervis NP...), die sehr unterschiedlich aussahen und vom tiefsten Busch bis zu steilen Felsklippen reichten, und sind heute bis Lakes Entrance, einem netten Küstenörtchen am Ninety Miles Beach (so einen gab es auch schon in Neuseeland, allerdings war der nur 35km lang :D), gefahren. Jeden einzelnen Tag zu beschreiben, wäre allerdings zu aufwendig, weswegen ich nur ein paar Bilder hochlade. 

Royal NP Royal NP Jervis Bay NP Hyams Beach Ninety Miles Beach

Weltmetropole Sydney

Montag, 24.04.2017

Wahnsinn! Wir hätten nie gedacht, dass uns eine Stadt mal so begeistern würde. An sich sind wir beide ja total die Naturliebhaber und mögen große Städte eigentlich nicht so gerne, aber nach dem heutigen Tag müssen wir schon zugeben, dass Sydney einiges zu bieten hat. 

Um 10.30 Uhr sind wir zur St. Andrews Cathedral gelaufen, denn von dort starten jeden Tag kostenlose geführte Touren. Da ich sowas schon mal in London gemacht habe und es mir dort sehr gut gefallen hat, dachten wir, wir probieren das hier einfach auch mal aus. Und wir wurden auch nicht enttäuscht! Die Tour hat ca. 2 1/2 Stunden gedauert, aber die Zeit ging sehr schnell um. Unser Guide ist mit uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gegangen und hat uns deren und Sydneys Geschichte auf eine humorvolle und interessante Weise erzählt, sodass es nie langweilig wurde zuzuhören. An Gebäuden war alles dabei. Sowohl "alte" Bauten wie die St Mary's Cathedral oder das Einkaufszentrum Queen Victoria Building als auch moderne Konstruktionen wie der Sydney Tower, der mit seinen 309m das höchste Gebäude Sydneys ist, wurden uns vorgestellt. Aber auch lustige Skulpturen wie Our Talking Dog, ein sprechender Hund, der das Lieblingstier Queen Victorias darstellt, und das Wildschwein Il Porcellino, dem man die Nase reiben und anschließend Geld ins Wasserbecken als Spende für ein Krankenhaus werfen muss (soll angeblich Glück bringen), konnten wir bewundern. Die Wahrzeichen Sydneys, die Harbour Bridge und das Opera House durften natürlich auch nicht fehlen. Nach der Tour fühlten wir uns gut informiert und erkundeten noch etwas auf eigene Faust die Gegend. Den Sonnenuntergang genossen wir im botanischen Garten von dem wir einen schönen Blick auf die City, die Harbour Bridge und das Opera House hatten. Danach gingen wir direkt am Hafen in ein Restaurant und genossen unseren Beef-Burger, den mein Vater uns spendierte (Vielen Dank Papa!). Von unserem Platz konnten wir beobachten wie es immer dunkler wurde und die Lichter der Stadt angingen. Nachdem wir auch davon noch ein paar Fotos gemacht hatten, gingen wir zurück zum Hostel. Nun nutzen wir noch ein bisschen Wlan, denn die nächsten Tage werden wir wieder campen. Morgen werden wir in die Blue Mountains, einem Nationalpark westlich von Sydney, fahren und danach geht es entlang der Küste nach Melbourne. Eigentlich hatten wir noch ins Innenland in einen Nationalpark nahe Thredbo fahren wollen, aber das wird wahrscheinlich nichts, da es dort momentan schneit. Stattdessen wollen wie ein Stück der Great Ocean Road folgen, bevor wir nächste Woche Donnerstag nach Hause fliegen.

Wir vor der Harbour Bridge Opera House

Ein Nationalpark jagt den nächsten

Sonntag, 23.04.2017

"Jagd" ist vielleicht etwas heftig formuliert, aber Kim und ich fühlen uns doch ein wenig gestresst. Ich weiß, dass ist ein Luxusproblem. Schließlich haben wir uns das ja so ausgesucht, aber es ist schon anstrengend jeden Tag so viel fahren zu müssen. Wir müssen auch die ganze Zeit abwägen was wir am liebsten anschauen würden, denn für die meisten Sachen haben wir leider gar keine Zeit.

Am Freitag haben wir uns den Dorrigo Nationalpark angeschaut, der uns von mehreren Personen sehr ans Herz gelegt wurde. Anders als der küstennahe Yuraygir NP, umfasst der Dorrigo einen vielfältigen Regenwald mit einigen Wasserfällen. Wir sind zunächst zum Rainforest Centre gefahren um uns über die Walks zu informieren und haben dann gleich den vor Ort gewählt. Dieser führte uns zunächst auf einen 75m langen Skywalk, von dem man einen tollen Blick auf den NP und das dahinterliegende Meer hatte. Diese Weite hier in Australien ist schon was Besonderes. Das hatten wir so in Neuseeland nicht. Der ca. zweistündige Rundweg führte uns dann durch einen Regenwald, wie man sich ihn immer vorstellt. Die Luft war auch total feucht. Überall hingen Lianen und in sich verschlungene Äste herum, viele Bäume waren von Moosen bewachsen und überall hörten wir das Zwitschern der unterschiedlichsten Vögel. Generell hören und sehen wie hier in Australien viel mehr Vögel als in Neuseeland. Das hätten wir gar nicht so erwaret, da Neuseeland ja eigentlich das "Vogel"-Land ist. Wahrscheinlich sterben dort die Vögel alle aus, da einige nicht fliegen können und nun von Hunden, Katzen sowie Opossums getötet werden. Sehr schade! Auf unserem Weg kamen wir auf an zwei Wasserfällen vorbei. Bei den Crystal Shower Falls konnten wir sogar hinter den Wasserfall gehen und durch ihn hindurch auf den Regenwald schauen. Abends sind wir dann noch nach Port Macquarie gefahren, wo wir auch übernachtet haben.

  Kim und dir Tristania Falls Purer Regenwald Ich bei den Crystal Shower Falls

In Port Macquarie hatten wir nach einem kleinen Einkauf dann erst mal den Schock unseres Lebens. Unsere Lucy wollte nicht mehr angehen! Wir konnten den Schlüssel zwar einstecken, aber ihn nicht umdrehen, sodass die Zündung anspringen konnte. Völlig verzweifelt schalteten wir in den Gängen rum (Lucy ist ein Automatikwagen) und probierten den Schlüssel immer und immer wieder umzudrehen, aber nichts wollte funktionieren. Zum Glück kam dann nach einer Weile ein netter Australier, der uns half. Anscheinend darf man Automatikwagen nicht in bestimmte Gänge schalten, bevor man sie ausmacht. Lucy darf beispielsweise nicht auf neutral gestellt sein. Glücklich, dass doch noch alles glimpflich abgelaufen ist, haben wir dann an der Küste Port Macquaries einen wunderschönen Walk mit super Sichten auf die kleinen Buchten des Miners und des Shelly Beaches gemacht. Herrlich war auch, dass dort so wenig andere Leute unterwegs waren. Danach fuhren wir noch in das Koala-Hospital. Richtig klasse, einige Tierärzte und Tierliebhaber haben sich zusammengeschlossen und retten Koalas, die von Autos angefahren oder von Hunden angegriffen wurden, indem sie sie verarzten und dann in dem Hospital regenerieren lassen. Wenn die Tiere wieder fit sind, wildern sie sie wieder aus. Als Besucher kann man das Hospital kostenlos erkunden, aber kleine Spenden sollte meiner Meinung nach jeder bereit sein zu geben, denn die Leute dort leisten einen tollen Job! 

  Kims künstlerische Ader

Am Sonntag hatten wir dann einen perfekten Morgen. Die Nacht hatten wir auf einen Campingplatz in Hawks Nest verbracht, auf dem wir von Mücken zerstochen worden waren. So hatten wir uns entschieden irgendwo anders zu frühstücken. Wir fuhren also zum Strand und genossen vor einer grandiosen Kulisse (für uns der bisher schönste Strand) den Sonnenaufgang. Das Highlight waren dann noch ein paar Delfine, die nahe am Strand an uns vorbeischwammen und sogar einige Wellen geritten sind. Sowas habe ich zuvor noch nie in freier Wildbahn gesehen. Richtig atemberaubend! Danach haben wir dann noch den bisher schönsten Walk in Australien gemacht. In der Nähe von Hawks Nest sind wir dem Yabacca Headland Walk auf einen alten Vulkan gefolgt, von dem wir einzigartige Sichten hatten. Wir konnten sogar in weiter Ferne (95km Distanz) den Berg ausmachen, auf dem wir am Tag davor bei einem Lookout ebenfalls die Landschaft betrachtet hatten. Einfach gigantisch! Nachmittags waren wir dann noch in einem kleinen Zoo in Newcastle, in dem wir die typischen Tiere Australien bestaunen konnten. Auch das war eine schöne Erfahrung. Abends kamen wir dann in Sydney an und morgen wollen wir uns die Stadt anschauen. 

Yuraygir Nationalpark

Donnerstag, 20.04.2017

Nach einer frühmorgendlichen Runde joggen (wir stehen jetzt immer um sechs Uhr auf, da wir abends schon so früh ins Bett gehen) hieß es wieder: "Ab ins Auto und ab die Post". Als erstes sind wir ins Iluka Reserve gefahren, denn man sollte vom Bluff Lookout eine tolle Sicht auf die Küste und den Nationalpark haben. Dort angekommen, konnte man allerdings nur auf die Küste schauen, denn die Bäume versperrten jegliche Sicht auf den Park. Etwas enttäuscht fuhren wir weiter zum Yuraygir Nationalpark, der alles wieder wettmachte! Die Küste war ein Traum, aber auch der Wald war einfach wunderschön. Richtig so wie man sich Australien vorstellt - knorrige Bäume und roter Sand. Was aber sehr frech war, war dass man fürs Parken 8$ bezahlen musste. Das war uns zu blöd, weswegen wir es gelassen haben. Hoffentlich wurden wir nicht aufgeschrieben und müssen noch Strafe zahlen. Auf dem Rückweg kamen wir an mehreren Kängurus (dieses Mal auch größere :D) vorbei, die einfach auf irgendwelchen Wiesen gegrast haben. Im Gegensatz zu ihren kleinen Verwandten waren sie auch nicht so scheu. Völlig begeistert haben wir sofort am Straßenrand gehalten und wie die klassischen Touris erst mal ganz viele Bilder geschossen und versucht, die Tiere auf uns aufmerksam zu machen um auch ja das perfekte Bild zu knipsen. Ein voller Erfolg! Leider sind die Bilder nur auf der Kamera. Ich werde mal schauen ob ich sie hier doch noch einfügen kann. Übernachten werden wir heute in Coffs Harbour. Für unser Abendessen waren wir das erste Mal hier beim Aldi einkaufen und sind völlig begeistert, dass der auchso günstig in Australien ist. Vielleicht wird da doch noch das ein oder andere Eis für uns rausspringen ;)

Typisch australisch oder?

(Wer sich wundert, dass Kim auf keinem der Bilder ist: Sie hat mir ihre noch nicht geschickt)

Shoppen, kleine Kängurus und Byron Bay

Mittwoch, 19.04.2017

Am Dienstag haben wir dann unser Auto, die kleine Lucy, abgeholt. Es handelt sich um einen weißen Fiat Punto und bisher sind wir sehr zufrieden. Alles ist so viel neuer als bei Primo :D. 

Dann ging es erst mal an die Gold Coast. Und ihr glaubt nicht was unsere erste Tat war - Shoppen! Und dieses Mal haben wir uns ganz gegen unser übliches Motto sogar mal was gekauft und zwar zwei Jeans. Wir sind sehr stolz auf uns. Shoppen hat auch richtig Spaß gemacht, da es hier in Australien auch die normalen Läden wie in Deutschland gibt, was in Neuseeland nicht der Fall war. In Surfers Paradise sind wir noch schnell an den Strand gegangen. Der Kontrast von den Hochhäusern und dem Strand war klasse! Generell ist Australien so ganz anders als Neuseeland, was uns gut gefällt. Die Abwechslung macht es aus. Dann ging es schnell zum Lamington Nationalpark, wo wir unsere Nacht gebucht hatten. Allerdings war es bei unserer Ankunft schon dunkel, sodass das Zeltaufbauen eine kleine Herausforderung wurde. Zum Glück gab es einen Unterstand mit Licht, wo wir kochen und essen konnten. Auf dem Weg zurück zum Zelt haben wir dann ein Opossum gesehen, das gar keine Angst vor uns hatte. Am Morgen wurden wir dann vom Gurren der Truthähne wach, die über den Platz streiften und nach Futter suchten. Um noch was vom Park zu sehen, haben wir eine Wanderung zu einem Lookout gemacht, der uns einen schönen Blick auf die Weite des Nationalparks geboten hat. Auf dem Weg haben wir sogar kleine Kängurus gesehen, die durchs Gebüsch gehüpft sind. Richtig niedlich, aber sehr scheu! 

Gold Coast Lamington NPBellbird Lookout

Nachmittags ging es dann nach Byron Bay. Der Ort war sehr überfüllt, aber oben am Cape mit dem Leuchtturm war es sehr schön. Unser Campingplatz war sehr interessant, denn dieser war Bestandteil eines Rugbyfeldes. Nah ja gut...War vielleicht nicht so schön, aber ja auch nur für eine Nacht. Generell wollen wir jetzt eigentlich nur noch zelten, mal abgesehen von den großen Städten wie Sydney und Melbourne. Leider wird es immer bereits gegen 18 Uhr dunkel. Bisher war zum Glück überall etwas Licht, sodass wie immer noch was machen konnten. Hoffentlich bleibt das auch so. 

Byron Bay Cape

Adieu Neuseeland, Hallo Australien

Montag, 17.04.2017

Ich weiß, in letzter Zeit gab es nicht so viele Einträge, aber ich wusste auch nicht so recht was ich berichten sollte. Die Tage mit Mike und die danach bei Karima waren nett und wir hatten ausreichend Zeit noch ein paar Dinge für den Flug zu erledigen und zu packen. Zum Glück hat all unser Gepäck in unsere Backpacks gepasst (Wir hatten ja so unsere Zweifel). Nach einem letzten Spaziergang im One Tree Hill Domain, einem schönen Stadtpark in der Nähe von Karimas Haus, verabschiedeten wir uns von dem allmählich herbstlich gewordenen Neuseeland. Mit dem Flug klappte dann alles gut und wir kamen sogar eine halbe Stunde früher als erwartet in Brisbane an. Da wir erst gegen 21 Uhr im Hostel waren, gingen wie nur noch schnell zu McDonalds um etwas in den Magen zu bekommen, checkten die Wlan-Lage und fielen müde ins Bett (Reisen schlaucht ganz schön!)

Heute haben wir dann die Stadt unsicher gemacht. Wir sind am Fluss in einem schönen Park entlangegangen, sind mit dem City Hopper, einer kostenlosen (immer sehr willkommen) Fähre, durch die Gegend gefahren, haben in der Edward Street geshoppt (wieder nach dem Motto: Nur gucken, nicht kaufen) und sind dann nachmittags noch in einem öffentlichen sowie kostenlosen (herrlich) Schwimmbad baden gegangen. Mit Sicht auf die Hochhäuser Brisbanes! Das hat man auch nicht alle Tage. Wir können jeweils sagen, dass uns die Stadt positiv überrascht hat. Die meisten, mit denen wir über unsere Australienreise gesprochen hatten, meinten immer, dass Brisbane nicht schön sei, aber im Vergleich zu den neuseeländischen Städten finden wir Brisbane echt ganz hübsch. Was hier ebenfalls ganz schön ist, ist dass es abends noch recht mild ist. In Neuseeland hat man ab einer bestimmten Uhrzeit immer draußen gefroren. Leider ist es hier schon gegen 18 Uhr dunkel, weswegen campen etwas blöd ist, aber nah ja. Morgen holen wir unser gemietetes Auto ab, fahren dann zur Gold Coast und danach zum Springbrook Nationalpark, wo wir auch übernachten (hoffentlich lassen uns die Spinnen und Schlangen am Leben). Wir sind sehr gespannt wie es so wird. 

  Kimi am Turnen

Bye, Bye Primo

Montag, 10.04.2017

Die letzten Tage bei Sharon und Shayne waren, wie alle anderen auch, total super. Wir haben viel gebacken, da Sharon von unserem Apfelkuchen so begeistert war. Zum Abschied haben wir den beiden auch einen Apfelkuchen mit Herzchen drauf geschenkt. Beide haben sich sehr gefreut. Ich glaube, sie mochten uns auch und hatten uns gerne bei sich. Am Samstagmorgen haben wir dann noch ein paar Abschiedsbilder gemacht, bevor wir losgefahren sind. Ich denke, wir werden die beiden und ihre ganzen verrückten Tiere vermissen! 

Helena und ich Kim und Spider

Für Primo mussten wir dann erst einmal etwas Öl kaufen, da er im Laufe der Zeit ein bisschen verloren hatte. Dann ging es nach Auckland, wo wir Cashdealern unser Gas und die Tarp verkauft sowie unsere Sachen bei Karima (Kims Bekannter, zu der wir die letzten Tage in Neuseeland fahren) gelassen haben. Unser Weg führte uns dann in unser letztes Hostel in Neuseeland nach Whitianga auf der Coromandel Peninsula. Da wir erst abends ankamen, machten wir uns nur noch was zu essen und gingen dann schlafen. Am nächsten Tag wollten wir uns den Hot Water Beach und die Cathedral Cove anschauen, aber letzteres wurde gesperrt, da der Weg dorthin aufgrund des vielen Regens zum Teil weggespült wurde. Das fanden wir sehr schade, denn wir hätten uns die Cathedral Cove sehr gerne angeschaut. Nah ja...So fuhren wir also zum Hot Water Beach. Dort war es super witzig, denn überall hatten sich Leute mit Schaufeln Löcher gebuddelt um im warmen Wasser zu liegen. Wir hatten keine Schaufel und gingen deswegen nur mit unseren Füßen in vorgebuddelte Löcher hinein. Huihh....Das war teilweise ganz schön heiß! Danach machten wir eine Wanderung am Shakespeare Cliff. Leider war der Himmel sehr wolkenverhangen, weswegen die Bilder nicht so schön aussehen. 

  Da kriegt man heiße Füße Lonely Bay auf der Wanderung Shakespeare Cliff

Nach der Wanderung fuhren wir zu Mike. Wir waren ja wirklich gespannt ihn wieder zu sehen. Als wir auf seine Auffahrt rollten, mussten wir aber erst einmal feststellen, dass er gar nicht da war. Okay...Nun gut, optimistisch wie wir sind, dachten wir, dass er bestimmt bald kommen würde und wir solange auf der Veranda warten könnten. Und so verstrich immer mehr Zeit, bis er irgendwann um 19 Uhr kam und wir vier Stunden gewartet hatten. Das fand ich ja nicht so toll. Er hätte uns wenigstens mal Bescheid sagen können. Immerhin wurde es dann noch ein sehr schöner Abend, an dem wir uns viel über unsere Reise unterhielten. Es war sowieso ein ganz ulkiges Gefühl, denn es schien als wären wir nie weg gewesen. Mike war so wie immer, sodass wie gar nicht glauben konnten, ihn das letzte Mal im November gesehen zu haben. Wie die Zeit doch vergeht. 

Heute Morgen sind wir dann nach Thames gefahren um unser Auto zurückzubringen. Wir hatten ja ein bisschen Schiss, dass der Mechaniker aus irgendeinem Grund Primo doch nicht zurücknehmen würde, aber alle Sorgen waren mal wieder umsonst und der gute alte Primo ist nun wieder bei seinem früheren Besitzer und wir um 1000$ reicher. Nach einem Einkauf und einem Besuch bei Mikes Freund Gordon, gab es für uns Mittagessen. Eben haben wir noch mit Mikes Hund einen Strandspaziergang gemacht und jetzt genießen wir die Sonne auf seiner Veranda. Heute Abend gehen wir mit Mike essen und morgen steht etwas Gartenarbeit an, bevor wir dann am Mittwoch zu Karima fahren werden. 

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